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Gemeinde / Orgeln

Orgeln

Die Teschemacher-Orgel wurde 1743 von Jacob Engelbert Teschemacher (1711-1782) in Elberfeld erbaut. 1743/44 wurde sie in einem Privathaus in Grefrath (Kr. Viersen), vor 1764 in der Ev. Kirche zu Kaldenkirchen aufgestellt und dort 1905 abgelegt. 1906 wurde sie von Alexander Schnütgen (1843-1918) in Köln gekauft, vor dem 26. X.1910 in der »Sammlung Schnütgen« am Kunstgewerbemuseum Köln aufgestellt sowie vor dem 25.IX.1921 in Einzelteile zerlegt und im Depot des »Schnütgen-Museum« gelagert. Die Teschemacher-Orgel geriet bis 2004 in Vergessenheit. Das Museum Schnütgen hat sie der Ev. Kirchengemeinde als Leihgabe überlassen. 

 

Nach einer denkmalgerechten Restaurierung (op. 1930 Orgelbau Johannes Klais, Bonn) wurde das Instrument am 1. Advent, dem 30.XI.2014, in der Emmanuelkirche wieder in Dienst gestellt.

 

 

Disposition der Teschemacher-Orgel

Stimmtonhöhe 335 Hz bei 18 °C

 

Manual C, D-c3

 Holz  Metall  Register  Fuß
  6  42  Principal  4'
 48   -  Bordun  8'
  -  25  Violin Disc[ant]  8'
 48   -  Fleut traverso  4'
  -  48  Nachthorn   4'
  -  48  Octava  2'
  -  48  Quinta  1,5'
  -  48  S:[uper]octava   1'
  7  16  Fagot Bass  8'
  -  25  Schalmey Discant  2'

 

 Pedal C-d°           14 Töne

 109   +    300 = 409 Pfeifen


In den oberen Feldern finden sich 27 Blindpfeifen, die so ausgearbeitet sind, dass sie klingen könnten, und 10 Blindpfeifen in den Außenfeldern (»Flügeln«) ohne Kern.

 

Linke Seite  Rechte Seite 
 Bordun  8'  Principal  4'
 Fleut Traverso  4'  Violin  8'
 Octava  2'  Nachthorn  4'
 S:[uper]octava  1'  Quinta  1,5'
 Fagot Bass  8' Schalmey Dis[cant]  2'

 

 

Vgl. die Festschrift zur Teschemacher-Orgel Thomas Hübner (Hg.), Jacob Engelbert Teschemacher (1711-1782). Der Biograph Tersteegens und Orgelbauer. Eine Darstellung von Glaube und Gabe – Wort und Werk mit einer Edition seiner Briefe und seiner Lebensbeschreibung Tersteegens sowie der erstmaligen Würdigung von Johann Peter Brögelmanns »Gespräch im Reich der Todten«. Festgabe anläßlich der Indienststellung der 1743 erbauten, vollständig restaurierten Teschemacher Orgel aus dem Museum Schnütgen Köln in der Emmanuelkirche zu Köln-Rondorf am 1. Advent, dem 30. November 2014. Im Auftrag des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeinde Rondorf erstellt von Thomas Hübner. Mit Beiträgen von Eike Pies, Hans-Wolfgang Theobald, Gregor Wiebe und Hans-Joachim Oehm sowie Photographien von Boris Schafgans, vom Hg. in dankbarer Freundschaft gewidmet an Johannes Geffert (Gemeindebuch Bd. III. Eine Reihe der Evangelischen Kirchengemeinde Rondorf), Rheinbach 2014.

 

 
 
 

Die Gerhardt-Orgel aus Bonn-Bad Godesberg wurde 1880 von Friedrich Gerhardt (1826-1922) in Merseburg für die Erlöserkirche zu Bad Godesberg erbaut. 1930 mußte sie einem anderen Instrument weichen und verschwand auf den Dachboden des Godes-berger Gemeindehauses. Die Ev. Kirchengemeinde Godesberg hat sie uns überlassen.

 

Nach einer denkmalgerechten Generalsanierung (op. 1688 Orgelbau Johannes Klais, Bonn) wurde sie am 10. VI.1990 wieder in Dienst gestellt.

 

Vgl. die Festschrift zur Gerhardt-Orgel Thomas Hübner (Hg.), Festschrift anläßlich der Einweihung und Aufstellung der vollständig restaurierten, historischen Gerhardt-Orgel von 1880 in der Emmanuelkirche zu Köln-Rondorf am Sonntag Trinitatis, dem 10. Juni 1990, im Auftrag des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeinde Rondorf hg. von Thomas Hübner (Gemeindebuch Bd. II. Eine Reihe der Evangelischen Kirchengemeinde Rondorf), Köln 1990.