Gruppen & Kreise / Bibelgesprächsabend

Bibelgesprächsabend

 

Vom 25. April bis zum 17. November 2020, 20.00 Uhr

 

Von der ältesten Schriftgattung der Christenheit zum Briefeschreiber Martin Luther

 

Die Briefe des Apostels Paulus sind das älteste Zeugnis der Geschichte des Christentums. Nachdem Paulus selbst die Gemeinde in Korinth gegründet hatte, konnte er durch seine Briefe mit seiner Gemeinde in Verbindung bleiben. Der Brief diente bereits in der Antike als Ersatz für ein persönliches Gespräch. Der römische Philosoph und Berater des Kaisers Nero (37-68 n.Chr.), Lucius Annaeus Seneca (1-65 n.Chr.), schrieb in einem seiner Briefe:

"Niemals empfange ich einen Brief von dir, ohne dass wir nicht sofort zusammen sind."

 

Die Tradition der Briefliteratur in der Christenheit reicht vom Apostel Paulus über den großen Theologen Augustinus in der Spätantike und er Entstehung einer 'ars dictaminis' (lat. "Kunst des Schreibens") im Mittelalter über die Briefe der Reformatoren bis in die Neuzeit. Die Gründungsväter der protestantischen Pietisten verwandten den Brief als Mittel der gegenseitigen Erbauung und führten Johann Wolfgang von Goethe zur Idee seines Briefromans 'Die Leiden des jungen Werthers'. In unserer Zeit steht der handgeschriebene Brief vor dem Aussterben und der digitale Brief, die E-Mail, scheint ihn mehr und mehr zu ersetzen. Doch welche Bedeutung hat das Briefeschreiben noch für uns? Wann schreiben wir handgeschriebene Briefe und warum gerade zu diesen Anlässen? Was macht einen guten Brief aus? Diese Fragen stellen wir an einen der größten Briefeschreiber der deutschen Geschichte: Martin Luther. 
 

Wir treffen uns an folgenden Dienstagabenden jeweils um 20.00 Uhr im Evangelischen Gemeindezentrum. Sie sind herzlich eingeladen!

 

25. August 2020 I            Der Brief als Seelsorge

15. September 2020 I     Von der Kunst, demutsvoll
                                        einen kühnen Brief zu
                                        schreiben

6. Oktober 2020 I            Seelsorge an zersorgter
                                        Seele

17. November 2020 I       Luthers Trostbrief